Gerhard Sokol hat grafische Berufsausbildung. Seine Liebe zur Fotografie seit frühester Jugend
ließ ihn aber den erlernten Beruf wechseln: 1965 trat er in die Pressebildagentur Votava in Wien
ein, wo er die Laufbahn des Pressefotografen begann. 1970 wechselte er zum KURIER - und
blieb bis 2000. Als Redaktionsfotograf erlebte er mit dieser Tageszeitung alle Höhen und Tiefen
eines faszinierenden Berufslebens - allerdings ohne Autofocus oder Digitalkamera, war oft mit
Reisedunkelkammer, Bildsender und damals passendem Equipment unterwegs.
Weltmeisterschaften, Olympiaden, politische oder kulturelle Großereignisse aber auch kleines Lokalkolorit waren seine Welt. In freien Tagen widmete sich Sokol zusätzlich der bildenden Kunst, war mit berühmten Künstlern unterwegs und versuchte, besonderen Nutzen aus den Begegnungen zu ziehen, indem er zu skizzieren und zu malen begann. Ein befreundeter Galerist stellte seine Werke 1984 erstmals aus. Der Erfolg brachte Fortsetzung; doch erst Jahre später konnte sich Gerhard Sokol ergänzende, konzentrierte Weiterbildung in der bildenden Kunst gönnen. Die Künstlerische Volkshochschule insgesamt, aber auch die Akademie in Abendveranstaltungen boten perfekte Möglichkeiten, sich in vielen Techniken zu bilden. Grafische und künstlerische Fertigkeiten gepaart mit geschultem Auge und fotografischem Sehen bringt Gerhard Sokol heute in seine Werke ein.
Er errang 1992 den begehrten APAPressefoto- Preis für ein Bild des Jahres, hat im Albertina-Buch "Kunst der Fotografie" mehrere Foto- Veröffentlichungen und aus zahlreichen Ausstellungen resultieren private Ankäufe. |