Lautenschläger studiert von 1965 bis 1970 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Meistern wie Werner Tübke, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Alfred Kapr., den Begründern der "Leipziger Schule“. Thematische Schwerpukte der Bildwelt Lautenschlägers werden Portrait, Figur, Landschaft und Stilleben. Nach 1980 entstehen kaum noch Bildnisse. Landschaften, Häuser und Figuren bleiben fortan die bevorzgten Themen und Motive, auf die sich die künstlerischen Absichten des Künslers konzentrieren. 1989 datiert eine Farblithographie mit dem Titel "Häuser³, die in ihren kubischen Strukturen und deren rhythmischer Anordnung im Bildraum das gestalterische Prinzip einer Bildauffassung ankündigt, welches bis heute in Lautenschlägers Arbeiten aktuell geblieben ist. Es besteht vor allem in einer höheren Abstraktion, indem die Gegensände auf die ihnen eigenen Grundstrukturen reduziert werden aber fassbar bleiben. In der Malerei erfolgt um 1990 ein Durchbruch zu kontrastreicher Farbigkeit. Wieder sind es Häuserbilder, in denen die neugewonnene Farbkultur manifest wird. Diese Häuserlandschaften sind keine Fiktionen, sondern sie gehen auf konkrete Eindrücke und Studien vor der Natur zurück. Joachim Lautenschläger kann eine vielseitige und spannende künstlerische Entwicklung bilanzieren.Mit zunehmender Reife erweist sich der Zeichner, Graphiker, Buchgestalter und Maler als ein anspruchsvoller Meister handwerklichen und künstlerischen Könnens.
Dr. Raimund Hoffman
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