Technikbeschreibungen - Wissenswertes über Kunst

Assemblage

Assemblage ist eine Papier-Collage und unter Einbezierung verschiedenster Materialien entwickeltes Bild, mit reliefartiger Oberfläche. Der Ausdruck kommt aus dem Lateinischen und wird im Duden als dreidimensionaler Gegenstand, der aus einer Kombination verschiedener Objekte entstanden ist, beschrieben. Die Assemblage ist also eine Ansammlung verschiedenster Materialien, die durch ihre Dreidimensionalität spricht.

Aquarell

Wasserfarben-Malerei meistens auf Papier. Der transparente Farbauftrag lässt tieferliegende Schichten sowie den Malgrund durchschimmern.

Auflage (Limitierung)

Zum Unterschied von Druckgrafiken müssen "Original-Grafiken" limitiert, nummeriert und vom Künstler handsigniert sein. Die Höhe der Auflage entscheidet der Künstler oder Verleger und jedes Blatt sollte genau gekennzeichnet sein (z.B. 1/99, 2/99, usw.). Außerhalb der Auflage sind in der Regel 10-20 % Künstlerexemplare, bezeichnet als EA oder HC (außerhalb des Handels), üblich. Die Druckträger sollten unbrauchbar gemacht werden um eine weitere Auflage zu verhindern.

Collage

Hier wird verschiedenes Material wie Textilien und Papier auf das Bild geklebt und teilweise übermalt.

Enkaustic

Die Enkaustik ist eine künstlerische Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden. Die Technik hat eine deutlich längere Tradition als die der Ölmalerei. Sie erlebte ihre Blütezeit in der Kunst der griechisch-römischen Antike. In der Vorstellung der Künstler wurden die eigenen materialisierten Gedanken mit Feuer unvergänglich auf der Malfläche eingebrannt.

Digitaldruck

In der Computergrafik gibt es zwei unterschiedliche Techniken. Die erste ist pixelorientiert, wird für Fotobearbeitung und Retusche eingesetzt ( die am meisten gebräuchliche Methode). Das Bild wird, unter der Lupe betrachtet, aus quadratischen Bildpunkten (Pixel) aufgebaut. Die zweite, vom Künstler angewandte Technik nennt sich Vektorgrafik. Das Bild wird aus Linien und Flächen mit genau definierter Farbe aufgebaut. Dahinter liegt ein mathematisches Modell, welches Lage, Form , Farbe und Ausrichtung jedes Objekts beschreiben. Die komplexen Grafiken des Künstlers sind aus mehreren tausend Einzelflächen und Linien aufgebaut. Daraus ergibt sich (je nach Motiv bzw. Idee) ein sehr hoher Arbeitsaufwand, aber auch der Stil der Bilder.

Giclée-Druck

Ist eine Reproduktion in Museums-Qualität. Sie zeichnen sich durch eine feine und getreue Farbigkeit und außerordentliche Bildschärfe aus. Mit einer Auflösung von 1.800 dpi übertrifft ein Giclée- Druck den traditionellen Lithografie-Druck und in punkto Farbsensibilität überragt er die Serigrafie um einiges. Der Gebrauch spezieller Farben und säurefreier Qualitätspapiere oder Leinen als Bildträger sorgt für eine hohe Sättigung und Lichtechtheit, die auf bis zu 150 Jahren angegeben wird.

Hardygrafie

Hardygrafie ist eine vom Künstler Hardy entwickelte Reliefgrafik in limitierter Auflage. Grundlage dieser Technik ist ein handgefertigter Siebdruck, auf dem mit verschiedenen transparenten Schichten ein Relief mit Hilfe einer 20 Tonnen Presse erzeugt wird. Aufgrund der durchwegs manuellen Bearbeitung entstehen bei jedem Exemplar kleine Unterschiede, wodurch jedes einen Originalcharakter erhält. Jedes Werk erhält ein Siegel und ist fortlaufend nummeriert und signiert.

Lithografie

Mit fetthaltiger Kreide oder Tusche wird das Motiv seitenverkehrt auf eine Kalksteinplatte aufgetragen. Die Fettkreide ist wasserabstoßend, der Kalkstein nimmt Wasser auf. Während des Farbauftrages wird der Stein nass gehalten, sodass die Farbe nur an den Bildstellen haftet. Gedruckt wird mit einer speziellen Presse. Heute wird der Druckstein wegen seiner Unhandlichkeit oft durch eine Zinkplatte ersetzt.

Manugrafie

Ist eine vom Künstler Reinhard Brandner weiterentwickelte Siebdruck-Technik. Durch einspritzen von Verdünnungen direkt in das Sieb entstehen Farbauflösungen die bei keiner anderen Technik zu erreichen sind. Es ist kein Drucken im herkömmlichen Sinn sondern ein "Malen mit dem Sieb".

Monoprint

Monoprints entstehen, in dem man einzeln farbige eingefärbte Oberflächen durch eine Radierdruckerpresse auf Druckpapier druckt. Die Druckfarbe wird gleichmäßig dünn mit einer Walze auf die zu druckende Oberfläche aufgetragen, die Farbe kann mit einem Tuch oder Gegenständen entfernt werden, um ein überlagertes Bild mit Farbe, Tiefe und Ton zu verstellen. Die Monoprinttechnik produziert eine exklusiven Druck, es kann jedoch keine Auflage (Edition) gedruckt werden.

Papiersorten

Man verwendet für druckgrafische Zwecke handgearbeitete Papiere sowie Maschinenpapiere. Um die Struktur des Papiers zu bestimmen ist das Sieb mit mehr oder weniger feinen Draht- oder Harrnetzen bespannt. Danach wird das "Geschöpfte Papier" mit einem Schöpfrahmen aus der mit Papierbrei gefüllten "Bütte" herausgehoben.

Passepartout

Aus Karton ausgeschnitten, umrahmen Passpartouts grafische Blätter, Zeichnungen, etc. Sie verbessern nicht nur den optischen Gesamteindruck, sondern schützen die Bilder bei der Rahmung vor der Berührung mit dem Glas.

Radierung

Diese Technik ist eine Weiterentwicklung des Kupferstichs und beruht auf der Ätzung. Der Druckträger, in der Regel eine Kupfer- oder Zinkplatte, wird zunächst mit einem säurefesten Ätzgrund beschichtet. Zeichnet dann der Künstler mit einer Radiernadel die Darstellung auf die Platte, so legt er den Metallgrund teilweise frei. Beim anschließenden Säurebad werden diese freigelegten Partien weggeätzt, das Metall an den entsprechenden Stellen also vertieft. Diese Arbeitsgänge können mehrfach wiederholt werden. Der Druck erfolgt wie beim Kupferstich im Tiefdruckverfahren.

Serigrafie

Auch Siebdruck genannt. Das auf einen Rahmen gespannte Seidengewebe ist der Bildträger. Flächen die nicht gedruckt werden sollen, werden abgedeckt (Motiv). Die Druckfarbe wird dann mit einen Rakel durch das Sieb direkt auf das Papier oder anderen Bildträgern gedruckt.

Tempera

Hier werden Farben verwendet, die aus wässrigen und fetten Bindemittel eine Emulsion bilden. Diese Farben sind meist deckender als Aquarellfarben, trocknen aber schneller auf als Ölfarben.

Unikat

Ist ein vom Künstler geschaffenes Werk - Einzelstück (Ölgemälde, Aquarell, Zeichnung, etc.).